logotype

Historie

Bolder Theme, for your corporate site Bolder Theme, for your corporate site

Spaß im Wasser

Bolder Theme, for your corporate site Bolder Theme, for your corporate site

Gesundheitssport

Bolder Theme, for your corporate site Bolder Theme, for your corporate site

Bolder Theme, for your corporate site Bolder Theme, for your corporate site

TSB

Wasserratten

Bolder Theme, for your corporate site

Architektur

Das Baerwaldbad ...

Eingang zur Halle (alt)
Skizze Kleine Halle
Kleine Halle (altes Foto)
Große Halle - altes Foto

... liegt am nördlichen Ende der Baerwaldstraße, die nach dem Direktor der städtischen Gaswerke C.F. Baerwald benannt wurde. Von den zahlreichen Gebäuden, die Stadtbaurat Ludwig Hoffmann auf Kreuzberger Terrain errichtet hat, ist das Baerwaldbad wohl sein städtebaulich und baukünstlerisch anspruchsvollstes Werk. Das Stadtbad entstand in zwei zeitlich klar voneinander getrennten Bauabschnitten. Zunächst wurde unter reger Anteilnahme der Fachwelt von 1898 bis 1901 - zeitgleich mit der Schule Wilmsstraße 10 und der nach Plänen von Paul Schröder entworfenen Apostolischen Kirche - der südliche Trakt mit der kleinen Schwimmhalle erbaut. 1913-17 erfolgte auf der Blockecke die Errichtung des Erweiterungsgebäudes, das mit einer großen Schwimmhalle ausgestattet wurde. Mit dem Bau der Badeanstalt gelang Hoffmann ein beeindruckendes, ausgesprochen charaktervolles Gebäude-ensemble, welches das Erscheinungsbild des vorwiegend durch Mietshäuser geprägten Stadtraums im Umfeld der Baerwaldstraße bereichert und in der Straße selbst eine weithin sichtbare städtebauliche Dominanzfigur bildet.

In den Fassaden beider Gebäude spiegelt sich Hoffmanns Vorliebe für die Architektur der italienischen Hochrenaissance wider. Ihren Formenapparat nutzte der Stadtbaurat gern und häufig, um seine Fassaden mit einem vornehmen, stattlichen Habitus zu versehen. So wirken denn auch die langgestreckten Fronten an der Baerwaldstraße auf den ersten Blick wie die schöpferische Interpretation römischer oder florentinischer Renaissancepaläste: Schwimmhallen würde man hinter dieser Mauern sicher nicht vermuten. Bei genauerem Hinsehen wird jedoch offenkundig, dass Hoffmann mit den strengen hierarchischen Gliederungsschemata der südländischen Vorbilder brach. So wird beispielsweise der an sich „richtige" Wandaufbau des älteren Hallengebäudes mit dem rustizierten Erdgeschoss und dem hochaufschießenden piano nobile durch ein für die italienische Palastarchitektur an dieser Stelle untypisches Zwischengeschoss mit kleinen Fensteröffnungen (hinter dem sich Wannenbäder verbergen) „gestört". Hoffmann sah darin jedoch nur Vorteile, denn einerseits bilde ein solcher Wechsel in den Stockwerkshöhen und in den Fenster- größen einen angenehmen Gegensatz zu den gleichen Geschosshöhen bei Wohngebäuden und andererseits könnten sehr kleine Fenster dazu dienen, die Größenwirkung einer Fassade gegensätzlich zu steigern.

Im Inneren wurde die Anstalt aufgrund starker Kriegsschäden z.T. in veränderter Form wiederaufgebaut. Dabei fügt sich der von 1953-55 durch das Hochbauamt Kreuzberg realisierte Neubau der großen Schwimmhalle trotz seiner sachlich-nüchternen Formen auf angenehme Weise in die Altbau- substanz ein. Vorhanden sind neben der kleinen, in der Ausstattung dem Jugendstil angelehnten, Schwimmhalle noch eine Fülle originaler baulicher Details und Ausstattungsstücke, die fast durchweg, wie etwa das von dem Bildhauer Otto Lessing gefertigte Hauptportal, von hohem gestalterischem Anspruch zeugen.

Quelle: Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg Denkmalschutzbehörde

free joomla templatesjoomla templates
2017  TSB Wasserratten  globbers joomla templates